Magoria

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Gebärdensprache


Gebärdensprache für Kinder

Rezension.
Deutschschweizerische Gebärdensprache für Kinder. CD-ROM.
infos und akzente
3 (2001): S. 30–31 und St. Galler Tagblatt vom 4.2.2002.

Schweizerdeutsch für die Hände
Noch gibt es wenig Lehrmaterialien für Personen, die mit gehörlosen Kindern in der Deutschschweizerischen Gebärdensprache (DSGS) kommunizieren wollen. Die vorliegende CD-ROM mit «Gebärden für Kinder» versucht hier eine erste kleine Lücke zu schliessen. Entstanden ist die attraktiv gestaltete Scheibe in enger Zusammenarbeit mit dem Schweizerischen Nationalfonds-Forschungsprojekt «Gebärdensprach-Datenbank». Zielpublikum sind Erwachsene, die mit gehörlosen Kindern im Vor- und Primarschulalter arbeiten, aber ebenso richtet sich die CD-ROM an Teilnehmer/innen von Gebärdensprach- oder Dolmetscherkursen. Die Gebärden stammen vorwiegend aus dem Zürcher Gebärdensprachdialekt, aber in einigen Beispielen kommen auch Varianten aus den anderen vier Dialekten vor (Basel, Bern, Luzern, St. Gallen).
Thematisch sind die 250 Beispielsätze nach den Gebieten «Verkehr», «Alltag», «Soziale Beziehungen», «Freizeit & Familie» und «Medizin» zusammengefasst. Sie liegen als Videoclips von erstaunlich guter Bildqualität vor und können wahlweise sogar in Zeitlupe abgespielt werden. Da die Gebärdensprache grammatisch völlig anders aufgebaut ist als die deutsche Lautsprache, wird nebst der schriftsprachlichen Übersetzung auch eine sehr hilfreiche Glossen-Übersetzung geliefert. Diese (um Körperhaltung, Mimik oder die spezifische Nutzung des Gebärdenraums) vereinfachte Darstellung verdeutlicht die Abfolge der einzelnen Grundgebärden im Satz und verschafft so einen gewissen Einblick in die Funktionsweise der Gebärdensprache.
Zudem lassen sich einzelne Gebärden über ein alphabetisches Lexikon mit 740 Einträgen suchen. Der Wortschatz wird erschlossen mit Videoclips, die die Grundform jener Gebärden demonstrieren, die in der Kommunikation mit Kindern im Vorschulalter am häufigsten verwendet werden. Zu einem grossen Teil besteht hier die Möglichkeit, die Gebärde auch im Kontext eines vollständigen Satzes anzusehen.
Eine erfolgreiche Kommunikation mit gehörlosen Kindern verlangt nicht nur Gebärdensprachkenntnisse, sondern setzt generell eine Anpassung an die visuelle Ausprägung dieser Kinder voraus. So finden sich im Abschnitt «Tipps» neun grundlegende und wertvolle Hinweise für den Umgang mit gehörlosen Kindern im Alltag. | Daniel Ammann

 

Gebärdensprachkurs Deutschschweiz

Rezension.
Gebärdensprachkurs Deutschschweiz. Stufe 1–4. 4.
Hrsg. v. Schweizerischen Gehörlosenbund SGB-FSS. Zürich: GS-Media, 2004–2005. 4 CD-ROMs (Win/Mac).
ph akzente 3 (2009): S. 41.

CD-CoverCD-CoverCD-CoverCD-Cover
Die vom Schweizerischen Gehörlosenbund herausgegebenen CDs sind als interaktives Lehrmittel zu den Gebärdensprachkursen der Stufe 1–4 entwickelt worden. Interessierte Laien, sprachliche Grenzgänger/innen, aber auch Linguisten und Fremdsprachendidaktiker/innen finden hier hervorragendes Anschauungs- und Lernmaterial. Neben einer Einführung in die Gehörlosenkultur und die Grundlagen der Gebärdensprachgrammatik enthalten alle vier Lern-CDs abwechslungsreiche Übungsteile. Illustrative Dialogbeispiele und gebärdete Erzählungen stehen als Videosequenzen bereit und können nach Bedarf in Zeitlupe abgespielt werden. Sie werden jeweils durch sogenannte Glossen sowie eine deutsche Übersetzung ergänzt. Ein visuelles Lexikon erlaubt die komfortable Suche nach einzelnen Wortschatzbegriffen, regionalen Dialektvarianten oder behandelten Themenbereichen und liefert die Notation in internationaler Gebärdenschrift (SignWriting). | Daniel Ammann

 

Lass das Auge Klänge fangen

«Lass das Auge Klänge fangen.»
Tanz der Hände. Dokumentarfilm von Phil Dänzer.

Saiten: St. Galler Kulturmagazin (Mai 1998): S. 57.

 

Die Kunst des lautlosen Sprechens

«Die Kunst des lautlosen Sprechens.»
Der Dokumentarfilm Tanz der Hände von Phil Dänzer.

 St. Galler Tagblatt  1.5.1998: S. 14.

 

Behände Sprache

«Behände Sprache.»

St. Galler Tagblatt  23.5.1998: S. 13.

Wer sich mit anderen verständigen will, ist natürlich auf eine gemeinsame Sprache angewiesen. Wie die Gebärdensprache der Gehörlosen aber zeigt, muss nicht jede Sprache aus Worten bestehen.

 


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