{"id":3746,"date":"2024-04-10T07:18:38","date_gmt":"2024-04-10T07:18:38","guid":{"rendered":"https:\/\/www.magoria.ch\/dam\/?page_id=3746"},"modified":"2026-04-29T09:25:13","modified_gmt":"2026-04-29T09:25:13","slug":"schreiben-mit-bedacht","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.magoria.ch\/dam\/schreiben-mit-bedacht\/","title":{"rendered":"Schreiben mit Bedacht \u2013 vom Close Reading zum Deep Writing"},"content":{"rendered":"\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>Leidenschaftliches und genaues Lesen sch\u00e4rft den Blick f\u00fcrs Handwerkliche. Dabei entwickeln wir unser Sensorium f\u00fcr sprachliche Nuancen und Elemente der Erz\u00e4hltechnik. Ausgehend vom eigenen Leseerlebnis entsteht ein Gesp\u00fcr daf\u00fcr, was in einem Text funktioniert, um es dann vielleicht selbst auszuprobieren. Oft beginnt das eigene Schreiben ja damit, die Art von Literatur nachzuahmen, die uns als Leser:in den gr\u00f6ssten Kick verschafft hat.&nbsp;<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-media-text is-stacked-on-mobile is-vertically-aligned-top has-small-font-size\" style=\"line-height:1.4;grid-template-columns:29% auto\"><figure class=\"wp-block-media-text__media\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"648\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/www.magoria.ch\/dam\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/wells_Die-Geschichte-in-uns_cover-648x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-4311 size-full\" srcset=\"https:\/\/www.magoria.ch\/dam\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/wells_Die-Geschichte-in-uns_cover-648x1024.jpg 648w, https:\/\/www.magoria.ch\/dam\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/wells_Die-Geschichte-in-uns_cover-190x300.jpg 190w, https:\/\/www.magoria.ch\/dam\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/wells_Die-Geschichte-in-uns_cover-768x1213.jpg 768w, https:\/\/www.magoria.ch\/dam\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/wells_Die-Geschichte-in-uns_cover-973x1536.jpg 973w, https:\/\/www.magoria.ch\/dam\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/wells_Die-Geschichte-in-uns_cover-1297x2048.jpg 1297w, https:\/\/www.magoria.ch\/dam\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/wells_Die-Geschichte-in-uns_cover.jpg 1600w\" sizes=\"auto, (max-width: 648px) 100vw, 648px\" \/><\/figure><div class=\"wp-block-media-text__content\">\n<p class=\"has-small-font-size\">Benedict Wells<br><strong>Die Geschichten in uns: Vom Schreiben und vom Leben<\/strong>. <br>Z\u00fcrich: Diogenes, 2024. 400 Seiten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\" style=\"line-height:1.4\">In Grundton und Aufbau folgt Benedict Wells Stephen Kings <em>On Writing: A Memoir of the Craft<\/em> (2000; dt. <em>Das Leben und das Schreiben<\/em>), einem unbestrittenen Klassiker des Genres. Auch Wells beginnt mit Autobiografischem. Er blickt zur\u00fcck auf seine Kindheit und Jugend, erz\u00e4hlt von schwierigen Anf\u00e4ngen und berichtet zwischen schonungsloser Selbstkritik und Ironie, wie er zum Schreiben fand und erst nach zahlreichen R\u00fcckschl\u00e4gen damit Erfolg hatte. \u00abIch habe Geschichten erfunden\u00bb, gesteht er im Vorwort, \u00abweil ich meine eigene lange nicht erz\u00e4hlen konnte.\u00bb<br>Teil zwei widmet sich dann in einer Mischung aus Poetikvorlesung und Schreibratgeber den Verfahren und Fallstricken des literarischen Schreibens. Es sind pers\u00f6nliche Schlaglichter, die zwar nicht durchwegs neue Tipps und Einsichten vermitteln, aber in der Verbindung einschl\u00e4giger Quellen mit eigenen Schreiberfahrungen und anhand konkreter Textbeispiele aufzeigen, dass es nicht nur den einen richtigen Weg gibt. Scheitern und Durchhaltewillen geh\u00f6ren unweigerlich dazu. Denn \u2013 Talent hin oder her \u2013 Schreiben bedeutet harte Arbeit. Selbst wenn man von Mal zu Mal dazulernt, die Abl\u00e4ufe kennt und routinierter vorgeht, bedeutet ein neues Buch, dass man wieder ganz von vorne beginnt und vor Fehlern nicht gefeit ist. Vom anf\u00e4nglichen Funken bis zum fertigen Manuskript und dem ver\u00f6ffentlichten Buch ist es ein weiter Weg, ganz nach dem Motto: \u00abMan kann beim Schreiben alles \u00fcberarbeiten&nbsp;\u2013 ausser weisse Seiten.\u00bb (Auszg)<br>\u2013 Daniel Ammann, \u00abFaszination des Schreibens.\u00bb <em>Akzente<\/em> 3\/2024, <a href=\"https:\/\/blog.phzh.ch\/akzente\/2024\/08\/23\/faszination-des-schreibens\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">blog.phzh.ch\/akzente<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.magoria.ch\/texte\/Akzente_medientipps-online-2024-3-Wells.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">PDF-Download<\/a>.<\/p>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-media-text is-stacked-on-mobile is-vertically-aligned-top\" style=\"grid-template-columns:29% auto\"><figure class=\"wp-block-media-text__media\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.magoria.ch\/pictures\/saunders_Bei-Regen-in-einem-Teich-schwimmen_cover.png\" alt=\"\"\/><\/figure><div class=\"wp-block-media-text__content\">\n<p class=\"has-small-font-size\" style=\"line-height:1.4\">George Saunders<br><strong>Bei Regen in einem Teich schwimmen: Von den russischen Meistern lesen, schreiben und leben lernen<\/strong>. <br>Aus dem amerikanischen Englisch von Frank Heibert. <br>M\u00fcnchen: Luchterhand, 2022. 544 Seiten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\" style=\"line-height:1.4\">Saunders nimmt sieben klassische Kurzgeschichten der grossen russischen Schriftsteller Anton Tschechow, Iwan Turgenjew, Leo Tolstoi und Nicolai Gogol unter die Lupe und f\u00fchrt uns Schritt f\u00fcr Schritt durch die Lekt\u00fcre. Es geht darum, die \u00abPhysik des Genres\u00bb zu begreifen und herauszufinden, wie die Meister zu Werke gehen und auf welche Weise die Texte ihre einzigartige Wirkung entfalten. Ein besonderes Augenmerk legt Saunders dabei auf Figuren und Handlung, sich ver\u00e4ndernde Lese\u00aderwartungen sowie Muster, die sorgf\u00e4ltig etabliert und alsdann kunstvoll variiert oder unterlaufen werden. (Auszug)<br>\u2013 Daniel Ammann, <em>Akzente<\/em> 1\/2023, <a href=\"https:\/\/blog.phzh.ch\/akzente\/2024\/02\/23\/von-meistern-lernen\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">blog.phzh.ch\/akzente<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.magoria.ch\/dam\/von-meistern-lernen\/\">magoria.ch\/dam\/von-<\/a><a href=\"https:\/\/www.magoria.ch\/dam\/von-meistern-lernen\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">meistern<\/a><a href=\"https:\/\/www.magoria.ch\/dam\/von-meistern-lernen\/\">-lernen<\/a>.<\/p>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-media-text is-stacked-on-mobile is-vertically-aligned-top\" style=\"grid-template-columns:29% auto\"><figure class=\"wp-block-media-text__media\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.magoria.ch\/pictures\/maar_Die-Schlange-im-Wolfspelz_cover.png\" alt=\"\"\/><\/figure><div class=\"wp-block-media-text__content\">\n<p class=\"has-small-font-size\" style=\"line-height:1.4\">Michael Maar<br><strong>Die Schlange im Wolfspelz: Das Geheimnis grosser Literatur.<\/strong><br>Hamburg: Rowohlt Verlag, 2020. 655 Seiten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\" style=\"line-height:1.4\">Was ist guter Stil? Und was hat das mit grosser Literatur zu tun? Schon Plato und Aristoteles waren uneins, ob es sich bei rhetorischen Mitteln nur um Routinen und Kunstgriffe oder bereits um wahre Kunst handelt. In seiner definitorischen Ann\u00e4herung vermag auch Michael Maar Inhalt und Form nicht einfach zu trennen.<br>Aber er zeigt eingangs, wie der Balanceakt gelingt, welche Rolle Wortwahl, Syntax, Klang und Metaphern, Regeln und Regelbr\u00fcche spielen. Im umfangreichen Mittelteil geht es dann in die grosse Bibliothek, zu kenntnisreichen Einzelbetrachtungen und scharf\u00adsinnigen Fallanalysen. Nach einem K\u00fcrzestausflug in die Lyrik schliesst die Tour d\u2019Horizon mit der vergn\u00fcglichen Erkundung eines ebenso allt\u00e4glichen wie heiklen Ph\u00e4nomens. Anhand alter wie neuer Klassiker und zeitgen\u00f6ssischer Texte zeigt Maar, wie Literatur mit der Darstellung des Erotisch-Pikanten umgeht. Denn hier h\u00e4ngt alles vom guten Stil ab.<br>\u2013 Daniel Ammann, <em>Akzente<\/em> 4 (2021): S. 38. <a href=\"https:\/\/blog.phzh.ch\/akzente\/2021\/11\/26\/eine-frage-des-stils\/\" data-type=\"link\" data-id=\"https:\/\/blog.phzh.ch\/akzente\/2021\/11\/26\/eine-frage-des-stils\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">blog.phzh.ch\/akzente<\/a>.<\/p>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-media-text is-stacked-on-mobile is-vertically-aligned-top\" style=\"grid-template-columns:29% auto\"><figure class=\"wp-block-media-text__media\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.magoria.ch\/pictures\/wood_Kunst-des-Erzaehlens_cover.jpg\" alt=\"\"\/><\/figure><div class=\"wp-block-media-text__content\">\n<p class=\"has-small-font-size\" style=\"line-height:1.4\">James Wood<br><strong>Die Kunst des Erz\u00e4hlens.<\/strong><br>Aus dem Englischen von Imma Klemm. Mit einem Vorwort von Daniel Kehlmann.\u2028<br>Reinbek bei Hamburg: Rowohlt, 2011. 237 Seiten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\" style=\"line-height:1.4\">Literatur lehrt uns Aufmerksamkeit. Dadurch werden wir nicht zu besseren Menschen, aber gewiss zu besseren Beobachtern. In seinem Buch mit dem doppeldeutigen Titel How Fiction Works f\u00fchrt der renommierte Literaturkritiker James Wood an Textbeispielen vor, wie das funktioniert, wenn uns die Prosa eines Romans in Bann zieht und mit subtilen Mitteln unseren Blick einstellt. Wie ist das gemacht? Welche Kr\u00e4fte sind da am Werk? Wood versteigt sich nicht in poetologische Belehrungen und verzichtet weitgehend auf erz\u00e4hltheoretische Ausf\u00fchrungen. Er h\u00e4lt ganz einfach die Lupe \u00fcber den Text. Wie der Begleit\u00adkommentar auf dem Bonustrack einer DVD lenkt er unser Augenmerk auf Details, auf den Rhythmus eines Satzes, auf den kaum sp\u00fcrbaren Wechsel zwischen \u00adFiguren- und Autorensprache. Wir werden Zeuge, wie Flaubert den modernen Realismus erfindet und Prosa in Poesie verwandelt. Wir schauen Joyce \u00fcber die Schulter, wenn er mitten im Satz den Blickwinkel \u00e4ndert, oder wir entdecken bei Henry James und Virginia Woolf \u00abdie besten W\u00f6rter in der besten Reihenfolge\u00bb. Anders als bei der Enth\u00fcllung eines Zaubertricks schl\u00e4gt unsere Neugier dabei nicht in Ern\u00fcchterung oder Entt\u00e4uschung um. Woods Verfahren des \u00abClose Reading\u00bb sch\u00e4rft vielmehr unsere Sinne und l\u00e4sst Genuss und Bewunderung wachsen. <br>\u2013 Daniel Ammann, \u00abLesen in Nahaufnahme.\u00bb <em>ph akzente<\/em> 1 (2012): S. 37.<\/p>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-media-text is-stacked-on-mobile is-vertically-aligned-top\" style=\"grid-template-columns:29% auto\"><figure class=\"wp-block-media-text__media\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.magoria.ch\/pictures\/Zehn-Gebote-des-Schreibens_cover.jpg\" alt=\"\"\/><\/figure><div class=\"wp-block-media-text__content\">\n<p class=\"has-small-font-size\" style=\"line-height:1.4\"><strong>Zehn Gebote des Schreibens.<\/strong><br>M\u00fcnchen: Deutsche Verlags-Anstalt, 2011.<br>176 Seiten.<br><br>42 Schriftstellerinnen und Schriftsteller \u2013 von Margaret Atwood bis Juli Zeh \u2013 verraten ihre goldenen Regeln des Schreibens. Welche Rolle spielen Publikum und Erfolg? Wie bringt man Leben und Schreiben in Einklang? Von den Gr\u00f6ssten kann man lernen, wie es geht, und von den Modeautoren, wie man es auf keinen Fall machen sollte. <br>Die Idee mit den zehn Geboten geht auf den amerikanischen Erfolgsautor Elmore Leonard zur\u00fcck, der seine Regeln 2001 f\u00fcr die <em>New York Times<\/em> niederschrieb. Als seine \u00ab10 Rules of Writing\u00bb 2010 in Buchform erschienen, brachte das den englischen <em>Guardian<\/em> auf den Gedanken, weitere Literaturschaffende nach ihren Regeln zu fragen. Ein Drittel dieser Autoren sind in der deutschen Ausgabe ebenfalls vertreten. Erg\u00e4nzt werden sie durch deutschsprachige und internationale Stimmen. Das hellblaue B\u00fcchlein im Taschenformat pr\u00e4sentiert sich als aphoristische Sammlung aus Schreib- und Lebenserfahrung. Erfolgsrezepte sind dabei nicht zu erwarten. (Auszug)<br>\u2013 Daniel Ammann, <a href=\"https:\/\/www.magoria.ch\/dam\/zehn-gebote-des-schreibens\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">\u00abRegeln f\u00fcr die Ausnahme.\u00bb<\/a> <em>Neue Z\u00fcrcher Zeitung<\/em> 18.4.2012: S. 51.<\/p>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-media-text is-stacked-on-mobile is-vertically-aligned-top\" style=\"grid-template-columns:29% auto\"><figure class=\"wp-block-media-text__media\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.magoria.ch\/pictures\/lodge_Kunst-des-Erzaehlens_cover.jpg\" alt=\"\"\/><\/figure><div class=\"wp-block-media-text__content\">\n<p class=\"has-small-font-size\" style=\"line-height:1.4\">David Lodge<br><strong>Die Kunst des Erz\u00e4hlens.<\/strong><br>Illustriert anhand von Beispielen aus klassischen und modernen Texten. Aus dem Englischen von Daniel Ammann.<br>Z\u00fcrich: Haffmans, 1993. 289 Seiten. \/ M\u00fcnchen: Diana, 1998. 351 Seiten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-left has-small-font-size\" style=\"line-height:1.4\">Anhand zahlreicher Werke aus der Weltliteratur liefert David Lodge den Nachweis, dass Erz\u00e4hlen eine Kunst ist, die durchaus spannend, unterhaltend und lehrreich zugleich sein kann. Die Texte wollen den Leser:innen helfen, Literatur und Literaturtheorie besser zu verstehen und bei eigenen schriftstellerischen Versuchen die Techniken entsprechend zu beherrschen. Es geht um Themen wie den Anfang, die Spannung, die Perspektive, die Namensgebung, die Wiederholung, die Symbolik, die Allegorie. Verschiedene literarische Gattungen werden vorgestellt wie der Briefroman, der experimentelle Roman, der humoristische Roman, der Tatsachenroman.Die Beispiele, die Lodge anf\u00fchrt, reichen von Jane Austen, Lawrence Sterne, Charles Dickens, James Joyce und vielen ihrer Zeitgenossen bis zu J. D. Salinger, Kingsley Amis, Milan Kundera, John Updike, Anthony Burgess oder William Golding.<br>\u2013 <a href=\"https:\/\/www.magoria.ch\/dam\/die-kunst-des-erzaehlens\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">magoria.ch\/dam\/die-kunst-des-erzaehlens<\/a><\/p>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<p><em>Weitere Schreibratgeber<\/em><\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-media-text is-stacked-on-mobile is-vertically-aligned-top\" style=\"grid-template-columns:29% auto\"><figure class=\"wp-block-media-text__media\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.magoria.ch\/pictures\/doerrie_Leben-schreiben-atmen_cover.jpg\" alt=\"\"\/><\/figure><div class=\"wp-block-media-text__content\">\n<p class=\"has-small-font-size\" style=\"line-height:1.4\">Doris D\u00f6rrie<br><strong>Leben, schreiben, atmen: Eine Einladung zum Schreiben.<\/strong> <br>Z\u00fcrich: Diogenes, 2019. 277 Seiten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\" style=\"line-height:1.4\">Die deutsche Regisseurin und Schriftstellerin Doris D\u00f6rrie versteht sich auf Geschichten. In ihrer sehr pers\u00f6nlichen \u00abEinladung zum Schreiben\u00bb geht sie von der einfachen wie eigenwilligen Pr\u00e4misse aus, dass man beim Schreiben immer von sich spricht.<br>\u00abIn einem endlosen inneren Monolog erz\u00e4hlen wir uns Geschichten \u00fcber uns selbst.\u00bb So kann alles zum Schreiben inspirieren. In kurzen, autobiografisch motivierten Textst\u00fccken macht es uns die Autorin vor. Ausgehend von Erinnerungsst\u00fccken, Moment\u00adaufnahmen, verloren geglaubten Kindheitsbildern oder wiederkehrenden Motiven h\u00e4lt sie R\u00fcckschau auf Lebens\u00adabschnitte, fl\u00fcchtige oder pr\u00e4gende Episoden. Dabei entspinnen sich assoziative Erz\u00e4hlungen, lassen Gef\u00fchltes und Erlebtes aufscheinen und verweben fr\u00fcher und jetzt. Mit jedem Blick in die eigene Schatzkiste zaubert die Autorin beispielhaft etwas hervor, holt es schreibend ans Licht und fordert ihre Leserinnen und Leser anschliessend dazu auf, es ihr gleichzutun.<br>\u2013 Daniel Ammann, \u00abSchreiben als Leben.\u00bb <em>Akzente<\/em> 1\/2020, S. 34. <a href=\"https:\/\/blog.phzh.ch\/akzente\/2020\/02\/26\/schreiben-als-leben\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">blog.phzh.ch\/akzente<\/a><\/p>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-media-text is-stacked-on-mobile is-vertically-aligned-top\" style=\"grid-template-columns:29% auto\"><figure class=\"wp-block-media-text__media\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.magoria.ch\/pictures\/schneider_Deutsch-fuer-junge-Profis_cover_Tb.png\" alt=\"\"\/><\/figure><div class=\"wp-block-media-text__content\">\n<p class=\"has-small-font-size\" style=\"line-height:1.4\">Wolf Schneider <br><strong>Deutsch f\u00fcr junge Profis: Wie man gut und lebendig schreibt<\/strong>. <br>Reinbek bei Hamburg: Rowohlt Taschenbuch, 2011. 191 Seiten.<br><br><em>Stell dir vor, es ist Text, und keiner liest ihn<\/em>.<br>Wolf Schneider schreibt zwar immer wieder das gleiche Buch, aber er tut dies kurzweilig und pr\u00e4gnant. 50 Regeln waren es in <em>Deutsch f\u00fcrs Leben<\/em>, 44 Empfehlungen in <em>Deutsch!<\/em>. F\u00fcr junge Profis hat der Altmeister seine Maximen nun auf 32 Rezepte eingekocht. Wer diese beherzigt, schreibt klar und verst\u00e4ndlich und zollt damit seinen Leser:innen Respekt.<br>Ganz ohne Plage geht das zwar nicht, warnt Schneider, aber er verlangt nicht Unm\u00f6gliches. Pr\u00e4zis und prall sollen die W\u00f6rter sein, schlank und schlicht die S\u00e4tze. Ob wir bloggen, mailen, simsen oder wissenschaftlich schreiben: Wer gelesen werden will, macht es seinem Publikum nicht unn\u00f6tig schwer. F\u00fcr aufgemotzte Modew\u00f6rter und abgeleierte Adjektive gibt es deshalb Rote Karten. Schneider wettert gegen bemooste Textbausteine, spiesst die H\u00e4ngeb\u00e4uche eingeschobener Nebens\u00e4tze auf und erkl\u00e4rt dem akademisch-\u00adb\u00fcro\u00adkratischen Imponiergehabe den Krieg. Einfach-drauflos-Schreiber nimmt er ebenso ins Visier wie verkorkste Germanisten oder Grossmeister des Marketing-Jargons. Da schiesst Schneider dann gerne mal \u00fcbers Ziel hinaus.<br>Liebe deinen Leser wie dich selbst, lautet die forsche Botschaft. Dabei prangert der Stilpapst nicht nur an: Er praktiziert auch, was er predigt. Seine Prosa hat Pfeffer und Pfiff und putscht selbst \u00e4ltere Profis auf. <br>\u2013 Daniel Ammann, <em>ph akzente<\/em> 2 (2011): S. 41.<\/p>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Leidenschaftliches und genaues Lesen sch\u00e4rft den Blick f\u00fcrs Handwerkliche. 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