{"id":3187,"date":"2022-12-25T15:04:09","date_gmt":"2022-12-25T15:04:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.magoria.ch\/dam\/?p=3187"},"modified":"2025-05-02T16:50:52","modified_gmt":"2025-05-02T16:50:52","slug":"life-writing","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.magoria.ch\/dam\/life-writing\/","title":{"rendered":"Life Writing"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>\u00abLife Writing \u2013 Leben als Schreiben?\u00bb<br><\/strong><em>Lifelong Learning Blog<\/em>, 22.11.2022.<br><em><a class=\"swipebox\" title=\"\" data-rel=\"lightbox-image-bGlnaHRib3gtaW1hZ2UtMA==\" data-rl_title=\"\" data-rl_caption=\"\" data-rl_title=\"\" data-rl_caption=\"\" href=\"https:\/\/www.magoria.ch\/dam\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/pfeil_blau.gif\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"14\" height=\"12\" class=\"alignnone size-full wp-image-379\" src=\"https:\/\/www.magoria.ch\/dam\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/pfeil_blau.gif\" alt=\"\"><\/a><\/em> <a href=\"https:\/\/blog.phzh.ch\/zhe\/life-writing-schreiben-als-leben\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">blog.phzh.ch\/zhe\/life-writing-schreiben-als-leben\/<\/a><br><a class=\"swipebox\" title=\"\" data-rel=\"lightbox-image-bGlnaHRib3gtaW1hZ2UtMQ==\" data-rl_title=\"\" data-rl_caption=\"\" data-rl_title=\"\" data-rl_caption=\"\" href=\"https:\/\/www.magoria.ch\/dam\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/pdf_button.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"14\" height=\"14\" class=\"alignnone size-full wp-image-421\" src=\"https:\/\/www.magoria.ch\/dam\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/pdf_button.png\" alt=\"\"><\/a>&nbsp;<a href=\"http:\/\/www.magoria.ch\/texte\/Life-Writing_Schreiben-als-Leben.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Download<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>\u00abWer ist berechtigt, seine Erinnerungen zu schreiben?\u00bb, fragte Mitte des 19. Jahrhunderts der im Exil lebende Philosoph und Autor Alexander Herzen. Seine Antwort hat nach wie vor G\u00fcltigkeit: Jede und jeder. Schliesslich sei niemand verpflichtet, sie zu lesen. Es gen\u00fcge, \u00abeinfach ein Mensch zu sein, der etwas zu erz\u00e4hlen hat\u00bb.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/blog.phzh.ch\/zhe\/files\/2022\/11\/bild4_blogbeitrag_daniel_20221111_KHE_web-1024x414.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-5771\"\/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Alle k\u00f6nnen ihre Erinnerungen aufschreiben. (Quelle: Adobe Stock)<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Zwischen Fakten und Fiktion<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Die Wirklichkeit ist ein unf\u00f6rmiger Brei. Auf unsere Wahrnehmung ist kaum Verlass. Auf die Erinnerung schon gar nicht. Also st\u00fclpen wir der Realit\u00e4t Geschichten \u00fcber, die wir irgendwann f\u00fcr die Wirklichkeit halten. Wir verkn\u00fcpfen Episoden und Fragmente und verwandeln das Chaos mit narrativen Mitteln in ein zusammenh\u00e4ngendes Sinngebilde. Wenn wir die Welt schon nicht begreifen, bietet sich vielleicht die M\u00f6glichkeit, im Kleinen zu beginnen und schreibend dem eigenen Leben auf die Spur zu kommen. Hier setzt das Life Writing an.<\/p>\n\n\n\n<p>Life Writing hat viele Facetten. Egodokumente und Selbstzeugnisse gibt es als Tagebucheintr\u00e4ge, Bekenntnisse, Reiseberichte, Briefe oder Memoiren schon lange. In den letzten Jahrzehnten hat das autobiografische Schreiben jedoch mit einer neuen Spielart den Markt erobert. Die Rede ist von Autofiktion, einer Mischung aus Autobiografie und Erfindung. Gegenstand und Erz\u00e4hlanlass dieser Geschichten sind Vorkommnisse und Erinnerungen aus dem Lebensumfeld der Autorin oder des Autors, die im Text selber als Romanfigur und Erz\u00e4hlinstanz vorkommen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/blog.phzh.ch\/zhe\/files\/2022\/11\/bild3_blogbeitrag_daniel_20221111_KHE_web.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-5775\"\/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Autofiktion ist eine neue Spielart des autobiografischen Schreibens. (Quelle: Adobe Stock)<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Annie Ernaux, die k\u00fcrzlich mit dem Literaturnobelpreis ausgezeichnet wurde, gilt als Meisterin dieses schillernden Genres und wird gelegentlich als Begr\u00fcnderin der Autofiktion gehandelt. Bereits die d\u00e4nische Autorin Tove Ditlevsen (1917\u20131976) hat in ihrer (wiederentdeckten) Kopenhagen-Trilogie und dem Roman <em>Gesichter<\/em> die Grenzen zwischen Autobiografie und Fiktion ausgelotet. Max Frischs Erz\u00e4hlung <em>Montauk<\/em> liefert ebenfalls ein fr\u00fches Beispiel: \u00abIch m\u00f6chte nichts erfinden\u00bb, heisst es dort, \u00abich m\u00f6chte wissen, was ich wahrnehme und denke, wenn ich nicht an m\u00f6gliche Leser denke.\u00bb<\/p>\n\n\n\n<p>Autofiktion ist im besten Fall mehr als Selfie-Literatur oder eitle Selbstbespiegelung. Die Autor:innen gehen \u00fcber die faktische Rekonstruktion von Vergangenheit hinaus und betreiben eine Art von \u00abAutoethnografie\u00bb. Sie arbeiten mit zeitlichen Perspektiven\u00adwechseln und richten den forschenden Blick auf soziale wie kulturelle Kontexte. Schreiben stellt dabei den Versuch dar, Lebensereignisse und pers\u00f6nliche Erfahrungen nicht nur getreu wiederzugeben, sondern in der R\u00fcckschau zu analysieren und pr\u00e4gende Muster offenzulegen. In der Form des Romans nutzen die Schreibenden den Spielraum der Fiktion, um kreativ und mit erz\u00e4hlerischer Eindringlichkeit mehr \u00abWirklichkeit\u00bb oder Wahrhaftigkeit zu schaffen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Geschichte(n) erz\u00e4hlen<\/strong><\/h2>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignright size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"768\" src=\"https:\/\/www.magoria.ch\/dam\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/Ransmayr_Geschichten.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-3791\" style=\"width:319px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/www.magoria.ch\/dam\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/Ransmayr_Geschichten.png 1024w, https:\/\/www.magoria.ch\/dam\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/Ransmayr_Geschichten-300x225.png 300w, https:\/\/www.magoria.ch\/dam\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/Ransmayr_Geschichten-768x576.png 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 767px) 89vw, (max-width: 1000px) 54vw, (max-width: 1071px) 543px, 580px\" \/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Fiktionale Darstellungen bedienen sich raffinierter Tricks, um einen Realit\u00e4tseffekt zu erzeugen. Mit diesen Verfahren arbeitet auch die Geschichtsschreibung. Der Historiker und Literaturwissenschaftler Hayden White hat in diesem Zusammenhang schon auf die \u00abFiktion des Faktischen\u00bb hingewiesen und nachgewiesen, dass historisches Erz\u00e4hlen immer durch Formen der Plotstrukturierung und der Argumentation gestaltet wird. In gleicher Weise spielen in der Nachrichtenberichterstattung heute Storytelling und Narrative eine bedeutende Rolle.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Das Leben als Roman<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Wenn fr\u00fcher das eigene Leben f\u00fcr eine Geschichte Modell stand, sprach man einfach von autobiografischen Bez\u00fcgen \u2013 gelegentlich von einem Schl\u00fcsselroman, falls sich das fiktionale Personal trotz Tarnnamen als fadenscheiniger Abklatsch der privaten Realit\u00e4t erwies oder gar mit pikanten Details aus dem Alltag der Autor:innen aufwartete. <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/blog.phzh.ch\/zhe\/files\/2022\/11\/bild2_blogbeitrag_daniel_20221111_KHE_web.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-5776\"\/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Beim Schreiben gehe es darum, so Stephen King, eine Geschichte so unbesch\u00e4digt wie m\u00f6glich aus dem Boden zu heben. (Quelle: Adobe Stock)<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Der Protagonist in Ian McEwans aktuellem Roman <em>Lektionen<\/em> zeigt sich \u00fcberrascht und entt\u00e4uscht, dass er in den biografisch gef\u00e4rbten Romanen seiner Ex-Frau \u00fcberhaupt nicht vorkommt. Als er sich Jahrzehnte sp\u00e4ter in ihrem neusten Buch dann doch endlich als Figur erkennt, ist er wiederum schockiert, dass sie ihn als Tyrannen und gewaltt\u00e4tigen Ehemann dargestellt. Die Verfasserin reagiert auf seinen Vorwurf mit gr\u00f6sstem Erstaunen: \u00abDas ist ein Roman. Keine Autobiografie.\u00bb Ob nun als Autobiografie oder Fiktion \u2013 authentisches Schreiben nimmt wenig R\u00fccksicht auf Empfindlichkeiten. Es stellt sich alten Verletzungen und sp\u00fcrt \u00abSchmerzkerne\u00bb auf. \u00abDer Hintergrund und Antrieb <em>jeden<\/em> literarischen Schreibens\u00bb, hat Urs Widmer in seinen Frankfurter Poetikvorlesungen betont, \u00abist ein Leid, ein blinder Kern, in dem es sich \u2013 vom Schreibenden begrifflich nicht zu fassen \u2013 hochkonzentriert und zur Explosion bereit verbirgt.\u00bb Ein \u00e4hnliches Bild beschw\u00f6rt Erfolgsautor Stephen King in <em>Das Leben und das Schreiben<\/em> herauf, wenn er von Fundst\u00fccken oder Fossilien spricht. Beim Schreiben gehe es darum, eine Geschichte so unbesch\u00e4digt wie m\u00f6glich aus dem Boden zu heben. \u00abManchmal legt man ein kleines Fossil frei: eine Muschel. Manchmal ist es riesengross, ein Tyrannosaurus Rex mit gigantischen Knochen und grinsendem Sch\u00e4del.\u00bb<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Life Writing als Entdeckungsreise<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Wenn junge Autor:innen heute vermehrt den unspektakul\u00e4ren Alltag als Rohstoff f\u00fcr ihre Geschichten nutzen, illustriert dies, dass wir alle ein Produkt unserer Lebensumst\u00e4nde sind und beim Erz\u00e4hlen aus dem Pers\u00f6nlichen sch\u00f6pfen. Das Vertraute wie etwas Fremdes zu betrachten und literarisch zu ergr\u00fcnden, mag auch all jenen Mut machen, die weit davon entfernt sind, ihre Memoiren zu publizieren und Privates in die \u00d6ffentlichkeit zu tragen. Denn Life Writing geh\u00f6rt allen. Um herauszufinden, ob der Zeitpunkt passt, f\u00e4ngt man besser fr\u00fcher als sp\u00e4ter damit an.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/blog.phzh.ch\/zhe\/files\/2022\/11\/bild1_blogbeitrag_daniel_20221111_KHE_web.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-5772\"\/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Wohin geht die literarische Reise? (Quelle: Adobe Stock)<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Man muss nicht Erfinder, Nobelpreistr\u00e4gerin, Olympiasieger, K\u00fcnstlerin oder Staatsoberhaupt sein. Dieser einzigartige Prozess der Sinnfindung und Gestaltung steht allen offen. Wer fl\u00fcchtige Einf\u00e4lle im Tagebuch festh\u00e4lt, Vergangenes dokumentiert, Erlebnisse und Empfindungen zu einer pers\u00f6nlichen Geschichte formt, schafft einen Raum f\u00fcr Reflexion und Entwicklung. Lifelong Writing bedeutet Lifelong Learning. <\/p>\n\n\n\n<p>Allen sprichw\u00f6rtlichen Behauptungen zum Trotz: Das Leben erz\u00e4hlt keine Geschichten. Der Mensch \u2013 <em>homo narrans<\/em> \u2013 ist das erz\u00e4hlende Wesen. \u00abWir alle sind Fiktion\u00bb, so Doris D\u00f6rrie in <em><a href=\"https:\/\/blog.phzh.ch\/akzente\/2020\/02\/26\/schreiben-als-leben\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Leben, schreiben, atmen: Eine Einladung zum Schreiben<\/a><\/em>, \u00ababer das glauben wir nicht, weil wir uns mitten in ihr befinden wie in einem Fortsetzungsroman.\u00bb<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\"><strong>Quellen<\/strong><br>Sasha Abramsky<br><em>Das Haus der zwanzigtausend B\u00fccher.<\/em> <br>Aus dem Englischen von Bernd Rullk\u00f6tter. Mit einem Nachwort von Philipp Blom. <br>M\u00fcnchen: dtv, 2017. 408 Seiten.<br><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"130\" height=\"200\" class=\"alignnone size-full\" src=\"http:\/\/www.magoria.ch\/pictures\/abramsky_Da-Haus-der-zwanzigtausend-Buecher_web.png\"><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\">Tove Ditlevsen<br><em>Kindheit<\/em>.<br>Aus dem D\u00e4nischen und mit einem Nachwort von Ursel Allenstein.<br>Berlin: Aufbau Verlag, 2021. 118 Seiten.<br><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full\" src=\"http:\/\/www.magoria.ch\/pictures\/ditlevsen_Kindheit_web.png\" width=\"130\" height=\"223\"><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\">Doris D\u00f6rrie<br><em>Leben, schreiben, atmen: Eine Einladung zum Schreiben.<\/em><br>Z\u00fcrich: Diogenes, 2019. 277 Seiten.<br><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full\" src=\"http:\/\/www.magoria.ch\/pictures\/doerrie_Leben-schreiben-atmen_web.jpg\" width=\"127\" height=\"200\"><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\">Max Frisch<br><em>Montauk: Eine Erz\u00e4hlung. <\/em><br>Frankfurt\/M.: Suhrkamp, 1981. 207 Seiten.<br><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"121\" height=\"200\" class=\"alignnone size-full\" src=\"http:\/\/www.magoria.ch\/pictures\/frisch_Montauk_web.png\"><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\">Stephen King<br><em>Das Leben und das Schreiben<\/em>. <br>Aus dem Amerikanischen von Andrea Fischer. <br>M\u00fcnchen: Wilhelm Heyne, 2011. 384 Seiten.<br><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"126\" height=\"200\" class=\"alignnone size-full\" src=\"http:\/\/www.magoria.ch\/pictures\/king_Das-Leben-und-das-Schreiben_web.png\"><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\">Ian McEwan<br><em>Lektionen<\/em>. <br>Aus dem Englischen von Bernhard Robben. <br>Z\u00fcrich: Diogenes, 2022. 714 Seiten.&nbsp;<br><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"126\" height=\"200\" class=\"alignnone size-full\" src=\"http:\/\/www.magoria.ch\/pictures\/mcEwan_Lektionen_web.png\"><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\">Hayden White<br><em>Auch Klio dichtet oder Die Fiktikon des Faktischen: Studien zur Tropologie des historischen Diskurses<\/em>. <br>Aus dem Amerikanischen von Brigitte Brinkmann-Siepmann und Thomas Siepmann. <br>Stuttgart: Klett-Cotta, 1986. 335 Seiten.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.magoria.ch\/pictures\/white_Auch-Klio-dichtet_web.jpg\" alt=\"\"\/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\"><br><br><\/p>\n<div style=\"margin-top: 0px; margin-bottom: 0px;\" class=\"sharethis-inline-share-buttons\" ><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Wirklichkeit ist ein unf\u00f6rmiger Brei. 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