Kontrapunkt in:
laut & leise 1 (2008): S. 3.
(Magazin der Stellen für Suchtprävention im Kanton Zürich)
Manchmal steht der Titel für die Autoren schon von Anfang an fest, manchmal findet er sich erst ganz am Schluss. Beides hilft jedoch wenig, wenn der Verlag andere Vorstellungen darüber hat, was beim Lesepublikum ankommt und sich gut verkauft. In der Bibliothek der ungeschriebenen Bücher erzählen 71 Schriftstellerinnen und Schriftsteller von ihren Erfahrungen mit Titeln, die es nicht aufs Cover geschafft haben, oder sie fabulieren über Bücher, die zwar einen verheissungsvollen Titel, aber noch keinen Text haben. Grafiker und Designerinnen zweier Hochschulen haben dafür gesorgt, dass die virtuellen Romane und Projekte wenigstens einen bunten Buchumschlag bekommen. Was zwei befragte Autoren zu ihrer Idee einer «Anthologie der nicht erschienenen Bücher» notieren, passt auch für den fantasievoll gestalteten Band als Ganzes: «Wer geglaubt hat, die Literatur bestehe nur aus veröffentlichten Büchern, wird hier eines Besseren belehrt.»
«Verworfene Titel.»
Akzente 3 (2015): S. 35.
magoria.ch/dam/die-bibliothek-der-ungeschriebenen-buecher
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Die Bibliothek der ungeschriebenen Bücher.
Zusammengetragen v. Annette Pehnt, Friedemann Holder u. Michael Staiger.
München: Piper, 2014. 223 Seiten.
«Freundschaften fürs Leben.»
Akzente 3 (2015): S. 35.
blog.phzh.ch/akzente/2015/08/25/freundschaften-fuers-leben/
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Wilhelm Schmid.
Vom Glück der Freundschaft.
München: Insel, 2014. 96 Seiten.

Brigitte Gasser.
Freunde und Medienfiguren verstehen.
Konstanz: UVK, 2014. 258 Seiten.
Freundschaft.
SRF mySchool. Kulturelle Eigenheiten; Folge 27.
Zürich: SRF, 2009.
Rezension.
NZZ am Sonntag 28.6.2015, Literaturbeilage
«Bücher am Sonntag», S. 12.
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Christian Frascella.
Bet empört sich.
Aus dem Italienischen von Annette Kopetzki.
Frankfurt/M.: Frankfurter Verlagsanstalt, 2015.
286 Seiten. Ab 14 Jahren.

Voller Esprit und Selbstironie nimmt sich der amerikanische Philosoph John Perry einer Schwäche an, die den meisten nur zu gut vertraut ist. Statt der Aufgabe, die wir uns vorgenommen haben, wenden wir uns lustvoll etwas anderem zu. Wir verplempern kostbare Zeit im Internet, starten ein neues Projekt oder widmen uns hingebungsvoll einer Mail-Anfrage, deren Beantwortung weder eilt noch in dieser Ausführlichkeit gerechtfertigt ist. Wie Perry in seinem erfrischenden Plädoyer zeigt, hat das keineswegs mit Faulheit, Willensschwäche oder mangelnder Disziplin zu tun. Viele der strukturierten Aufschieber, wie er sie nennt, sind sogar ausgesprochen tüchtig und produktiv. Sie arbeiten einfach lieber an Dingen, die nicht zu oberst auf der Prioritätenliste stehen – zumindest so lange, bis etwas Unwichtigeres dazwischenkommt oder der Abgabedruck einer anstehenden Arbeit unerträglich wird. Das hat auch Vorteile, denn was wir liegen lassen, erledigt sich zuweilen von selbst.
Daniel Ammann, 22.5.2015
«Aufschieben mit Plan.»
Akzente 2 (2015): S. 38.
John Perry.
Einfach liegen lassen: Das Buch vom effektiven Arbeiten durch gezieltes Nichtstun.
Aus dem Englischen v. Maria Andreas.
München: Goldmann, 2015. 125 Seiten.