Digitale Schieflage

Barrierefreie Demokratie oder Informationsapokalypse? In ihren scharfsinnigen Essays zur Digitalmoderne räumt Eva Menasse mit der Vorstellung auf, Medien seien bloss Werkzeuge und somit für die von Menschen angerichteten Verheerungen nicht verantwortlich. Soziale Medien und manipulative Programme hätten in ihrer Wirkung indes mehr mit bewusstseinsverändernden Drogen als mit harmlosen Werkzeugen gemein.
Dass wir mit einfachen Zuschreibungen nicht weit kommen und vielleicht nicht viel dazugelernt haben, zeigt die Autorin unter anderem in ihrer Analyse der deutschen Antisemitismus­-Debatte. Digitale Massenkommunikation scheint alles zu erfassen und hat innerhalb weniger Jahre menschliches Leben und Verhalten von Grund auf verändert. Dennoch: Die analoge Welt gibt es noch, wie sie mehrfach betont: «Dort stinken die Mülltonnen und müssen die Nabelschnüre Neugeborener händisch von Erwachsenen durchschnitten werden.»

Daniel Ammann, 23.8.2024

Eva Menasse
Alles und nichts sagen: Vom Zustand der Debatte in der Digitalmoderne.
Köln: Kiepenheuer & Witsch, 2023. 192 Seiten.


«Digitale Schieflage.»
 Akzente 3 (2024): S. 34.
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Wie Thriller mit der Angstlust spielen

Thriller

Unheimliche Spannung, Verfolgungsjagd und Kampf auf Leben und Tod: Thriller halten ihr Publikum mit Action und Schrecken in Atem. Dabei setzen Bücher wie Filme auf bewährte dramaturgische Mittel. – Wie das Spiel mit der Angst funktioniert und was dabei schiefgehen kann.

«Thriller: Gewalt und Gefahr.»
Buch & Maus 2 (2022): S. 13–15.
doi.org/10.5281/zenodo.7778390
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Angeline Boulley
Firekeeper’s Daughter.
Aus dem amerikanischen Englisch von Claudia Max.
München: cbj, 2022. 560 Seiten.

Kevin Brooks
Bad Castro.
Aus dem Englischen u. mit einem Nachwort von Lilian Faschinger.
München: C.H. Beck, 2012. 288 Seiten.

Leseförderung auf allen Kanälen: Ghostwriter

Leseförderung auf allen Kanälen: Ghostwriter

«Leseförderung auf allen Kanälen.»
Buch & Maus 3 (2021): S. 24.
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Hannah Levinson, Camilla Arfwedson, Zoe Doyle, Isaac Arellanes, Justin Sanchez and Amadi Chapata in «Ghostwriter» (Apple TV+)

Ghostwriter (Vier Freunde und die Geisterhand).
2 Staffeln à 13 Episoden. USA 2019–2021.
apple.com/de/tv-pr/originals/ghostwriter
apple.co/2PhpJF8

Lemmi und die Schmöker.
Regie: Peter Podehl, D 1973–1979/1983 DVD-Gesamtedition: Alle 40 Folgen plus 5 Specials.
Walluf: Fernsehjuwelen, 2021.

Tote Mädchen lügen nicht

Tote Mädchen lügen nicht

«13 Reasons Why: Ein Roman als Netflix-Hit.»

Die zweite Staffel der beliebten Netflix-Serie für Jugendliche 13 Reasons Why (USA 2017–; dt. Tote Mächen lügen nicht) ist seit Ende Mai 2018 online und lässt die Buchvorlage von Jay Asher (cbt 2009) dabei hinter sich. Höchste Zeit, sich die erste Staffel noch einmal anzuschauen und zu fragen, welche Möglichkeiten in der Serienadaption eines Romans stecken.

Buch & Maus 2 (2018): S. 22.
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Ganzes Heft 2/2018


    

Tote Mädchen lügen nicht. (Orig. 13 Reasons Why)
Netflix-Serie nach dem gleichnamigen Roman von Jay Asher.
USA 2017–.

Jay Asher: Tote Mädchen lügen nicht.
Aus dem amerikanischen Englisch von Knut Krüger.
München: cbt, 2009. 385 Seiten.

Babylonische Bilderwelten

«Babylonische Bilderwelten.»
Kirchenbote der Evangelisch-Reformierten Kirche des Kantons St. Gallen 7-8 (Juli 2015): S. 5.

Bilder sind Segen und Fluch. Die mediale Bilderflut hat diesen Zwiespalt noch verschärft. Mit der Entdeckung der Fotografie im 19. Jahrhundert avancieren Bilder rasch zur technischen Massenware. Dank neuer Druckverfahren, Kino, Bildtelegrafie, Fernsehen, durch Computer und Internet treten sie ihren unaufhaltsamen Siegeszug an.
Download (S. 5)

 Kirchenbote Juli 2017 (Artikel)

      © Bild: René Magritte

Magoria by Daniel Ammann