Lob der Aufmerksamkeit

«Lob der Aufmerksamkeit.» (Standpunkt)
ph akzente 2 (2004): S. 30–31.
In Zeiten unablässiger Informationsberieselung, gnadenloser Unterhaltungsschwemme und wachsender Reizflut aus allen  Kanälen drohen wir fast unterzugehen. Um das Wissen noch weiter zu mehren, sollen sämtliche Informations- und Kommunikationsschleusen geöffnet und möglichst viele Nachrichtenquellen und Datenströme angezapft werden. 
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Siehe auch den Beitrag «Steuerung der Aufmerksamkeit: Wie wir lenken, was wir denken.»

Analogisches Denken


Das 45-seitige Sachregister lässt bereits erahnen, dass hier ein Thema in aller Breite und Tiefe angegangen wird. Der Mathematiker und Kognitionsforscher Douglas Hofstadter unternimmt mit seinem französischen Kollegen Emmanuel Sander den Versuch, dem Wesen des Denkens auf den Grund zu gehen. Hierfür erweist sich die Sprache als unerschöpfliches Untersuchungs­objekt. Wie kommen Analogien zustande, und warum klappt die Verständigung, obwohl die Grenzen der gebildeten Kategorien verschwommen und dehnbar sind? Redewendungen, Sprichwörter, metaphorische Idiome und sprachliche Fehlleistungen weisen den Weg und sollen enthüllen, wie wir kognitiv ticken. Die beiden Autoren schmücken ihre Ausführungen mit amüsanten Anekdoten und geistreichen Kommentaren aus. Leider verliert die Argumentationslinie ob der vielen Details und Redundanzen etwas an Kontur. Schliesslich sind auch die Leserinnen und Leser nicht auf den Kopf gefallen.

Daniel Ammann, 30.5.2016

«Analogisches Denken.»
Akzente 2 (2016): S. 34.
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Douglas Hofstadter und Emmanuel Sander
Die Analogie: Das Herz des Denkens.
Aus dem Amerikanischen von Susanne Held.
Stuttgart: Klett-Cotta, 2014. 784 Seiten. 

 

Von der Schädlichkeit des Lesens

«Von der Schädlichkeit des Lesens.»
Eine vergessene Streitschrift gegen die Verkümmerung kommunikativer Kompetenz.»
Achtung Sendung!
3 (April 1988): S. 60–61.

In den späten 1960er-Jahren verfasste der Literatur- und Filmkritiker Herman Couzens seine Streitschrift gegen die Verkümmerung der Kommunikation. Sie erschien in England und Amerika unter dem Titel «Beware of Books» und war eine Reaktion auf kulturelle Kassandrarufe, die auf Gefahren des Fernsehens aufmerksam machten. In seinem Aufsatz dreht Couzens den Spiess um und warnt uns vor den schädlichen Folgen des Lesens.

 

 

Magoria by Daniel Ammann