Rezension.
ph akzente 1 (2011): S. 38.
Download
Thomas Steinfeld.
Der Sprachverführer. Die deutsche Sprache: was sie ist, was sie kann.
München: Hanser, 2010.
271 Seiten.

Rezension.
ph akzente 1 (2011): S. 38.
Download
Thomas Steinfeld.
Der Sprachverführer. Die deutsche Sprache: was sie ist, was sie kann.
München: Hanser, 2010.
271 Seiten.

Wenn Studierende an einer Schreibaufgabe scheitern, haben nicht unbedingt die Lernenden versagt. Gelegentlich liegt es an der Schreibaufgabe. Das ist überspitzt formuliert, knüpft aber an einen entscheidenden Punkt des kompetenzorientierten Lernens und Lehrens an: Wie und wo habe ich als Lehrende die Aufgabe begleitet? Welche Erwartungen stelle ich, und sind die Lernenden dieser Herausforderung (schon) gewachsen? Damit eine anspruchsvolle Aufgabe bewältigbar ist, braucht es Vorwissen und Begleitung. Was können Dozierende zum Gelingen beitragen – in der Lehre, durch Beratung oder in Form von weiteren Unterstützungsangeboten?
In ihrem Buch Schreiben in der Lehre legt Swantje Lahm nicht nur anschaulich dar, worauf es ankommt, sondern zeigt auf, welche curricularen oder kompetenzorientierten Teilschritte Studierende auf komplexe Schreibaufgaben vorbereiten und wie sich authentische Schreib- und Lernanlässe in Lehrveranstaltungen einbinden lassen.
Wir erwarten von Studierenden, dass sie mehrere Kompetenzbereiche einer Masterarbeit meistern. Dabei geht oft vergessen, dass neben fachlichem Wissen, Textsortenkenntnissen und rhetorischem Know-how nicht zuletzt auch Fertigkeiten und handfeste Strategien im Umgang mit dem Schreibprozess erforderlich sind. Ohne schrittweises Heranführen an diese Kompetenzen verbunden mit regelmässigen Übungsgelegenheiten wird die grosse schriftliche Arbeit unweigerlich zum Hochseilakt. Lahm fordert nicht nur eine Verankerung des Schreibens in der Lehre, sie liefert dazu gleich zahlreiche Hinweise und illustrative Beispiele für entwicklungsorientierte Schreibaufträge in der Praxis.
Fazit: Elaboriertes Schreiben muss nicht nur eingefordert, sondern adressatengerecht angeleitet, an konkreten Aufgabenstellungen geübt und durch systematisches Feedback weiterentwickelt werden.
Daniel Ammann, 25.8.2017
Swantje Lahm
Schreiben in der Lehre: Handwerkszeug für Lehrende.
Opladen: Verlag Barbara Budrich, 2016. 190 Seiten. 
«Hacken statt Häkeln: Ideen für technische Basteleien rund um Computer und Internet.»
NZZ am Sonntag 29.11.2015, Literaturbeilage
«Bücher am Sonntag», S. 15.
Chris Köver, Daniela Burger u. Sonja Eismann.
Hack’s selbst! Digitales Do it yourself für Mädchen.
Weinheim: Beltz & Gelberg, 2015. 144 Seiten. Ab 13 Jahren.

«Die Aura der Fotografie.»
Roland Barthes′ «Bemerkung zur Photographie» in neuem Licht.
literaturkritik.de 20.9.2010.
Download 10 (2010): S. 249–251.
Roland Barthes.
Die helle Kammer: Bemerkung zur Photographie.
Aus dem Französischen von Dietrich Leube.
Frankfurt/M.: Suhrkamp Verlag, 2009.
138 Seiten.

«Die helle Kammer» erscheint erstmals 1980, in Roland Barthes’ Todesjahr. Der subjektive Essay zur Fotografie gilt heute als Standardwerk. Gleichzeitig ist dieses Vermächtnis des grossen Semiologen auch ein Zeugnis und Relikt aus einer vordigitalen Zeit.
Lesen hilft. Noch besser ist es, wenn einem das richtige Buch zum richtigen Zeitpunkt in die Hände fällt. Aus diesem Grund haben Ella Berthoud und Susan Elderkin vor Jahren schon eine Romantherapie entwickelt und in Zusammenarbeit mit Traudl Bünger für den deutschen Sprachraum einen ersten Leitfaden in Buchform veröffentlicht. Damit nun auch Kinder in den Genuss der passenden Lektüre kommen, stellen die Autorinnen in ihrem Nachfolgeband 233 ausgesuchte Titel vor, «die Kinder glücklich, gesund und schlau machen». Aufgebaut ist Die Romantherapie für Kinder wie ein medizinisches Handbuch: Man schlägt das jeweilige «Leiden» nach und erhält Anregungen für ein oder zwei Bücher, die das Thema in einer Geschichte für junge Leserinnen und Leser behandeln.
Kinder brauchen Geschichten. Die Idee ist nicht neu, aber im Zeitalter digitaler und audiovisueller Zerstreuung muss man für die Aufmerksamkeit eine Lanze brechen. Wenn es um die Hingabe und das Eintauchen in eine Geschichte geht, steht das Lesen fast an erster Stelle. Nicht nur das Tempo lässt sich anpassen, man wird auch nicht von unliebsamen Bildern überrumpelt und kann jederzeit eine Pause einlegen, um über das Geschehen und seine Hintergründe nachzudenken.
Therapievorschläge – das klingt auf den ersten Blick defizitorientiert oder nach Lese-Apotheke. So ist es bestimmt nicht gemeint, wie die zum Teil ironisch gefassten «Leiden» verdeutlichen. Vielmehr wird in lustvoller Weise für das Lesen und Vorlesen geworben und auf fesselnde und fantasievolle Geschichten hingewiesen. Buchstabensymbole am Rand geben jeweils an, ob es sich bei den Titeln um Bilderbücher, Texte für Anfänger, junge Leserinnen oder Teenagerliteratur handelt. Von A wie Abenteuerlust bis Z wie Zwilling findet sich fast alles. Zudem enthält die Sammlung ein Dutzend erfrischende Tipps für spezielle «Leseleiden» sowie 74 thematische Hitlisten, zum Beispiel den zehn besten Graphic Novels, Bücher mit Vorbildern für Jungs oder Mädchen, Hörbücher für lange Fahrten, Geschichten für Möchtegernsuperhelden, über Pferde, Vampire und Fussball.
Die Romantherapie für Kinder richtet sich an Erwachsene, die in ihrer Rolle als Eltern, Grosseltern, Erzieherinnen, Bibliothekare, Lehrpersonen, Gotte und Götti oder Onkel und Tante zu anregendem Lesestoff verhelfen möchten. Ihnen allen ist «seit langem klar, dass es für Kinder und Jugendliche in einem schwierigen Augenblick oft nichts Besseres gibt als eine Geschichte, völlig unerheblich, ob sie in der Schule gemobbt werden, zum ersten Mal verliebt sind oder das liebste Kuscheltier verschollen ist». – Und wer weiss, vielleicht verlieren sich die verkappten Bibliotherapeuten dann selbst in den Empfehlungen und beginnen darüber nachzusinnen, was ihnen dieses oder jenes Buch aus der Kindheit bedeutet hat. Damit die heranwachsenden Leserinnen und Lesern ebensolche Erfahrungen machen, brauchen sie Lieblingsbücher mit Heldinnen und Helden, die sich den Widrigkeiten des Alltags stellen oder mit denen sie diesem Alltag entfliehen und wilde Abenteuer erleben dürfen.
Daniel Ammann, 27.11.2017
«Kinder- und Jugendbücher für alle Lebenslagen.»
Akzente 4 (27.11.2017).
Download
Ella Berthoud, Susan Elderkin und Traudl Bünger
Die Romantherapie für Kinder.
Aus dem Englischen von Katja Bendels und Kirsten Riesselmann.
Berlin: Insel Verlag, 2017. 372 Seiten.
«Eine Kulturgeschichte des Raumes.»
Telepolis 7.4.2001.
Rezension zu:
Margaret Wertheim: Die Himmelstür zum Cyberspace.
Aus dem Englischen v. Ilse Strasmann. Zürich: Ammann, 2000. / München: Piper, 2002.
«Eine Kulturgeschichte des Raumes.» Telepolis 7.4.2001.
