«Lesen in Nahaufnahme.»
ph akzente 1 (2012): S. 37.
James Wood: Die Kunst des Erzählens.
Aus dem Englischen von Imma Klemm.
Reinbek bei Hamburg: Rowohlt, 2011. Taschenbuchausgabe 2013. 237 Seiten.
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Texte und Glossen zum Thema Schreiben
«Lesen in Nahaufnahme.»
ph akzente 1 (2012): S. 37.
James Wood: Die Kunst des Erzählens.
Aus dem Englischen von Imma Klemm.
Reinbek bei Hamburg: Rowohlt, 2011. Taschenbuchausgabe 2013. 237 Seiten.
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Reflexion und Lernen gehen einher. Das ist nichts Neues. In Lehr- und Studiengängen vieler Berufsfelder wird reflexives Schreiben verlangt. In lernwirksamen Reflexionssettings geht es darum, persönliche Leistungen zu zeigen, Feedback einzuholen, Bilanz zu ziehen und das Nach- und Weiterdenken anzuregen.
Studierende und Dozierende erleben Schreiben und schreibendes Reflektieren unterschiedlich und nicht immer als positiv. Damit reflexive Lernroutinen in Studium und Berufsbildung mehr als Alibi-Übungen sind, braucht es klare Schreibaufgaben und professionelle Begleitung. Der vorliegende Band führt in die Theorie und Praxis des Reflektierens ein und eröffnet Zugangsweisen zum Schreiben, Reflektieren und Lernen in hochschuldidaktischen Lehr- und Lernkontexten.

Honegger, Monique, Daniel Ammann und Thomas Hermann, Hrsg.
Schreiben und Reflektieren: Denkspuren zwischen Lernweg und Leerlauf.
Forum Hochschuldidaktik und Erwachsenenbildung Bd. 5. Bern: hep Verlag, 2015. 140 Seiten.
ISBN: 978-3-0355-0346-3 (Print); 978-3-0355-0347-0 (E-Book)
doi.org/10.5281/zenodo.8211773 (Open Access)
hep-Reihe Forum Hochschuldidaktik und Erwachsenenbildung
hep-verlag.ch/hochschuldidaktik5 (mit Leseprobe)
Unter anderem mit einem Beitrag von Corinne Wyss und Daniel Ammann:
«Rundum reflektieren: Von der praktischen Erfahrung zum planvollen Handeln.» S. 23–34.
doi.org/10.5281/zenodo.8213674 (Open Access)
Spielt es eine Rolle, ob ein Wort Rock oder Hose trägt?
Bei aller Silbenakrobatik zählen in Texten schliesslich Kürze und Klang. Konzentrieren wir uns nebst Sexus und Genus auf Gehalt, Gesinnung und Genuss.
«Ist geschlechtergerechte Sprache möglich»
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«Wenn ein Mensch schreiben will», so die schottische Schriftstellerin A. L. Kennedy, «lässt er sich nur davon abhalten, wenn man ihn bis zu einem gewissen Grad umbringt.» Die Autorin zahlreicher Romane und Kurzgeschichten-Sammlungen weiss, wovon sie spricht. Sie liebt ihre Arbeit über alles, aber trotz beachtlichem Erfolg ist das Leben einer Berufsschriftstellerin kein Honiglecken. Davon berichtet die vielseitige Autorin und Alleinunterhalterin in den 68 Blogbeiträgen, die sie von 2009 bis 2013 für den englischen Guardian verfasst hat. Eine Auswahl dieser ebenso geistreichen wie amüsanten Texte ist nun unter dem Titel Schreiben auch auf Deutsch erhältlich. Ergänzt wird der Band durch zwei Essays zu handwerklichen Fragen des Schreibens und eine schriftliche Fassung ihres Bühnen-Soloprogramms «Words».
Mit ihren «Blogs und Essays» (so der Untertitel des Werkstattbuchs) gewährt uns die Autorin einen intimen Blick in ihren unsteten Alltag und wartet mit handfesten Tipps zum Schreibhandwerk auf. Von Schreibausbrüchen bis zu Vermeidungsstrategien ist ihr nichts fremd. Dazu gehört auch immer wieder das Scheitern. Jedes langfristige Schreibprojekt bedeutet schliesslich «einen riesigen und möglicherweise aberwitzigen Aufwand an Zeit und Engagement, etwas, das Ihnen jederzeit unter den Händen zerbröseln kann». Deshalb geht es in Kennedys Ausführungen nicht nur ums Schreiben, wie sie betont, sondern um ihr ganzes Leben. So ist es für die Autorin und Performerin eine Überlebensfrage, eine eigene Stimme zu finden. Wenn es nach ihr ginge, müsste Stimmarbeit sogar Teil des allgemeinen Lehrplans sein: «Was wäre, wenn wir beim Schreiben und beim Sprechen kraftvolle, lebendige Freiheit fänden, die sich ungehemmt ausdrücken liesse?»
A. L. Kennedys Betrachtungen und Selbstbeobachtungen sind auch für Leserinnen und Leser aufschlussreich, die selbst nicht schreiben (wollen), aber an kreativen Prozessen und Aspekten des Literaturbetriebs interessiert sind.
Daniel Ammann, 25.8.2017
«Bloggen übers Schreiben – Aus dem Leben einer Autorin.»
Akzente 3 (25.8.2017): Online-Ausgabe.
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A. L. Kennedy
Schreiben: Blogs & Essays.
Aus dem Englischen von Ingo Herzke.
München: Carl Hanser, 2016. 207 Seiten. 
Wenn Studierende an einer Schreibaufgabe scheitern, haben nicht unbedingt die Lernenden versagt. Gelegentlich liegt es an der Schreibaufgabe. Das ist überspitzt formuliert, knüpft aber an einen entscheidenden Punkt des kompetenzorientierten Lernens und Lehrens an: Wie und wo habe ich als Lehrende die Aufgabe begleitet? Welche Erwartungen stelle ich, und sind die Lernenden dieser Herausforderung (schon) gewachsen? Damit eine anspruchsvolle Aufgabe bewältigbar ist, braucht es Vorwissen und Begleitung. Was können Dozierende zum Gelingen beitragen – in der Lehre, durch Beratung oder in Form von weiteren Unterstützungsangeboten?
In ihrem Buch Schreiben in der Lehre legt Swantje Lahm nicht nur anschaulich dar, worauf es ankommt, sondern zeigt auf, welche curricularen oder kompetenzorientierten Teilschritte Studierende auf komplexe Schreibaufgaben vorbereiten und wie sich authentische Schreib- und Lernanlässe in Lehrveranstaltungen einbinden lassen.
Wir erwarten von Studierenden, dass sie mehrere Kompetenzbereiche einer Masterarbeit meistern. Dabei geht oft vergessen, dass neben fachlichem Wissen, Textsortenkenntnissen und rhetorischem Know-how nicht zuletzt auch Fertigkeiten und handfeste Strategien im Umgang mit dem Schreibprozess erforderlich sind. Ohne schrittweises Heranführen an diese Kompetenzen verbunden mit regelmässigen Übungsgelegenheiten wird die grosse schriftliche Arbeit unweigerlich zum Hochseilakt. Lahm fordert nicht nur eine Verankerung des Schreibens in der Lehre, sie liefert dazu gleich zahlreiche Hinweise und illustrative Beispiele für entwicklungsorientierte Schreibaufträge in der Praxis.
Fazit: Elaboriertes Schreiben muss nicht nur eingefordert, sondern adressatengerecht angeleitet, an konkreten Aufgabenstellungen geübt und durch systematisches Feedback weiterentwickelt werden.
Daniel Ammann, 25.8.2017
«Schreiben lehren.»
Akzente 3 (25.8.2017): Online-Ausgabe.
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Swantje Lahm
Schreiben in der Lehre: Handwerkszeug für Lehrende.
Opladen: Verlag Barbara Budrich, 2016. 190 Seiten. 